LEITFADEN FÜR DIE WIEDERAUFNAHME VON  GÄSTEFÜHRUNGEN

 

Ein wesentliches Element von Gästeführungen ist der gute Kontakt zwischen Guide und Gästen und zwischen den Gästen. Da die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie strenge Kontakt-beschränkungen vorsahen, konnten in den vergangenen Wochen natürlich keine Führungen stattfinden.


Vermutlich muss man sich für lange Zeit auf ein Leben mit Begrenzungen und Abstand einstellen. Gene-relle Verbote sind dabei ebenso wenig zielführend wie generelle Erlaubnisse. In den letzten Wochen hat sich ein enormes Wissen im Umgang mit der Infektionsgefahr aufgebaut und auch eingespielt. In jedem Fall ist der Bundesverband der Gästeführer in Deutschland (BVGD) sich sicher, dass es sich lohnt, das Erlebnis Gästeführungen wieder zu ermöglichen! 

Der Vorteil von Führungen ist, dass eine Besucherlenkung stattfinden kann, die Menschenansammlungen in bestimmen Bereichen verhindert und so sicherstellt, dass Abstände eingehalten werden. Guides haben die besten Informationen darüber, wann welche Orte und Wege weniger frequentiert sind.

 

Bitte beachten Sie: Für die Möglichkeit der Einhaltung von Hygiene- und Schutzregeln in Bussen, auf Schiffen, in Museen, Gedenkstätten und Kultureinrichtungen ist der jeweilige Veranstalter verantwortlich. Die Gästeführer können im Rahmen ihrer Führung für die Einhaltung sorgen. Das beinhaltet, bei Nichteinhaltung durch einen Gast, die jeweils verantwortlichen Ansprechpartner zu informieren.


Vorbereitung von Gästeführungen: 
Planung der Gruppengröße: Aus dem Gebot, Kontakte zu minimieren, ergibt sich die Aufgabe, einen ausreichenden Abstand herzustellen. Die Teilnehmeranzahl kann maximal bis zu der im jeweiligen Bundesland erlaubten Zahl betragen. Bitte beachten: Der Guide muss dabei als ein Teilnehmer der Gruppe mitgezählt werden, bzw. als ein Haushalt. Als Startpunkte der Führung sind Treffpunkte zu wählen, die leicht zu finden sind, an denen sich aber kaum Personen aufhalten.


Hygiene:
Entsprechend den Empfehlungen des RKI im öffentlichen Raum sind Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) in bestimmten Situationen zu tragen. Es sollte im Vorhinein geklärt sein, dass die Teilnehmer den entsprechenden Schutz selbst mitbringen (z. B. Masken, ggfs. Handschuhe, Desinfektionsmittel…).


Bezahlung
Bei Gruppenbuchungen sollte die Bezahlung vorher online erfolgen, der Ticketverkauf bei öffentlichen Führungen sollte ebenfalls online im Vorhinein erfolgen. Bei großer Nachfrage können zusätzliche Termine angeboten bzw. zusätzliche Guides eingesetzt werden. Bei Zahlung vor Ort: kontaktlos mit EC-Karte; Bargeldzahlungen mit Handschuhen Die verkauften Tickets dürfen nur für eine bestimmte Führung gültig sein, damit die max. Teilnehmerzahl nicht überschritten wird. Datum/Uhrzeit/Thema müssen gut sichtbar sein. Die Teilnahme an anderen Führungen als der angegebenen sollte nicht möglich sein.


Kontaktverfolgung im Nachhinein
Wichtig bleibt weiterhin, Infektionsketten nachvollziehen zu können. Beim Onlineticketing / Online-buchung sollten daher alle Namen sollten bekannt sein, bei geschlossenen Gruppen sollte zumindest der Gruppenleiter bekannt sein. Bei der Buchung müssen die Gäste ihr Einverständnis geben, dass der Guide ihre Daten zu dem Zwecke der Verfolgung eventueller Infektionsketten vorhalten darf. Vor Ort wird sodann vom Gästeführer eine Anwesenheitsliste geführt, Namen / Anschrift/Telefonnummer der Gäste, so dass Kontakte im Infektionsfall eines Gruppenteilnehmers zurückverfolgt werden können. Diese wird beim Veranstalter aufbewahrt und wird nach der jeweils nötigen Aufbewahrungsfrist (Info folgt) datenschutz-gerecht vernichtet. Es ist vor allem dafür Sorge zu tragen, dass die Daten an niemanden weitergegeben werden. Nur der Guide führt die Liste. Dies alles ist zu protokollieren (Datum einer Liste, wer die Liste erstellt hat, wer sie eingesehen hat, wann sie durch wen vernichtet wurde).


Besondere Regelungen
Im Vorfeld sollten Zugangsvoraussetzungen von Liegenschaften und Gebäuden geklärt werden. Sprechen Sie im Vorfeld zu der Führung mit den Eigentümern (z.B. kommunale Liegenschaften, oder Kirchen, Schlösser-/Burgenverwaltung etc.), ob es Beschränkungen bei dem Betreten dieser Liegenschaften gibt. Die Wege, die bei Führungen gewählt werden, müssen wegen der Abstandsregelun-gen gut durchdacht sein.


Während der Führung - Schutz- und Hygieneregeln
Abstand einhalten: Gäste, die zu verschiedenen Hausständen gehören, halten Abstand von 1,5 Meter. Der Abstand von Gästeführer/in zur Gruppe sollte eher zwei Meter betragen (wegen des Sprechens) Entsprechend den Empfehlungen des RKI im öffentlichen Raum sind Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) in bestimmten Situationen zu tragen. Hier gilt es, die Regelungen des jeweiligen Bundeslandes, in dem die Führung stattfindet, zu beachten. Empfehlenswert ist, dass Gäste und Gästeführer/in bei Führungen Mund-Nasen-Bedeckungen tragen, zum Schutz der anderen Teilnehmer/innen. Die Wegeführung kann ggfs. auch spontan geändert werden, wenn sonst Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, das kann auch bedeuten, ein touristisches Highlight nicht zu zeigen.

 


Wenn Teilnehmer/innen der Gruppe die Hygiene- und Abstandsregeln nicht einhalten sollten, dann sollte

der Gästeführer zum Schutz der anderen Gäste und sich selbst, die entsprechenden Teilnehmer/innen zu bitten, die Gruppe zu verlassen.



Immer daran denken, besonders unter diesen Corona-Krise-Umständen:


Die Gäste herzlich willkommen heißen und alles dafür tun, dass sie sich wohl fühlen!
 

 

 

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© Manfred Gembries

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